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In Reinhold Beckmanns Sendung am Abend des 30. August 2010 waren die Rollen klar verteilt: Thilo Sarrazin, der Bösewicht, saß auf der Anklagebank. Beckmann, die CDU-Landesministerin Aygül Özkan, Renate Künast, der Sozialpädagoge Thomas Sonnenburg und nicht zuletzt der Mega-Sympathieträger Ranga Yogeshwar waren aufgeboten, um dem Übeltäter und dem Millionenpublikum der Fernsehzuschauer den Lauf der Welt zu erklären. Sarrazin kam zwar zu Wort, stand aber von Anfang an unter Druck. Zitate von ihm wurden aus dem Zusammenhang gerissen. Der Bundesbank-Vorstand würde Menschen auf ihre Gene reduzieren, hieß es. Ein Totschlag-Argument.
Aktualisiert ( Dienstag, den 31. August 2010 um 15:03 Uhr )
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