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Die Bürgerbewegung pro Deutschland hat einen Offenen Brief an Thilo Sarrazin gerichtet, verfaßt von Berliner pro-Deutschland-Mitgliedern, unterschrieben außerdem vom Arnstädter Bürgermeister Hans-Christian Köllmer, dem Leverkusener Fraktionschef und pro-NRW-Vorsitzenden Rechtsanwalt Markus Beisicht, dem Heilbronner Ratsmitglied Alfred Dagenbach sowie dem pro-Deutschland-Vorsitzenden und Kölner Ratsmitglied Manfred Rouhs. Der Bundesbank-Vorstand und ehemalige Berliner Finanzsenator Dr. Thilo Sarrazin wird in dem Brief aufgefordert, im Vorfeld der Berliner Landtagswahl 2011 Kontakt zu pro Deutschland aufzunehmen.
In dem Brief heißt es:
„Die SPD, die früher einmal eine Arbeiterpartei war, ist heute nur noch eine Gutmenschenpartei, die all diejenigen unterstützt, die es sich auf Kosten arbeitswilliger Mitbürger bequem machen möchten. Wir, die Bürgerbewegung pro Deutschland, verfolgen Ihr couragiertes Auftreten mit großem Interesse, Respekt und Anerkennung. Uns ist durchaus bewußt, welche persönlichen Querelen Sie damit auf sich nehmen. Auch der Altkanzler Helmut Schmidt hat in einem Interview, das am 10. Januar 2010 auf 3Sat ausgestrahlt wurde, auf dieselben Probleme, die in unserem Land existieren, aufmerksam gemacht. Leider werden Personen, die die Gefahr erkennen, von den Möchtegernpolitikern und von der linken Presse ausgegrenzt und an den Pranger gestellt (Nietzsche, Hohmann, Reusch, Hermann).
Neben pro Arnstadt und der Bürgerbewegung pro Köln, die 1994 bzw. 1996 gegründet wurden, entstanden weitere Bewegungen, wie z.B. pro Heilbronn, pro Chemnitz und die Bürgerbewegung in Berlin, pro Deutschland.
Wir sind auf einem bürgernahen und damit erfolgreichen Weg. Die Mehrheit der Bürger unseres Landes vertritt die gleiche Meinung wie Sie, Herr Dr. Sarrazin, und wie die Mitglieder von pro Deutschland - und die Unzufriedenheit all dieser Menschen wächst weiter an.
Durch die entstandene 'Gleichschaltung' in unserer Parteienlandschaft hat sich die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren soweit verringert, daß nun ein Vakuum entstanden ist.
Wir von pro Deutschland verfügen über das Potenzial, nicht nur dieses Vakuum in unserem politischen System aufzufüllen, sondern auch eine bessere Politik für Deutschland umzusetzen. Daher werden wir im Jahr 2011 mit starker Unterstützung aus der Bevölkerung in den Berliner Wahlkampf ziehen und streben ein zweistelliges Ergebnis an.
Bisherige Erfolge haben wir mit dem Einzug in die Rathäuser der Städte Heilbronn, Chemnitz, Köln, Leverkusen, Gelsenkirchen, Arnstadt und vielen anderen zu verzeichnen.
Im Gegensatz zu anderen 'Bevölkerungsgruppen' bekennen wir uns zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und verteidigen diese Grundordnung jederzeit.
Sollten Ihre politischen Gegner es schaffen, Sie Ihrer Ämter zu entheben, so wird pro Deutschland sofort eine Petition zu Ihrer Unterstützung in Umlauf bringen. Es kann in einer Demokratie nicht sein, daß Bürger aufgrund einer legitimen Meinungsäußerung, deren sachlicher Kerngehalt in Ihrem Fall der Realität entspricht, diskriminiert werden.
Wir beabsichtigen, eine offizielle 'Sarrazin-Unterstützer-Seite' im Internet einzurichten und bitten dafür um Ihre Zustimmung.“
Zu dem Papier erklärt Manfred Rouhs:
„Uns geht es darum, eine Reaktion von Sarrazin zu bekommen. Er wird im etablierten Politikbetrieb immer mehr isoliert. Falls er auf den Geschmack kommt und beschließt, sich zu wehren, muß er wissen, daß er nicht alleine dasteht. Mit Sarrazin wäre manches möglich. Vor allem in Berlin."
Der Brief ist hier als PDF-Datei abrufbar.
Aktualisiert ( Mittwoch, den 03. März 2010 um 11:47 Uhr )
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